Im Wohnzimmer oder im Park?
Published on Oktober 22nd, 2011.
Zu Beginn dieses Monats fand in Bremen wieder einmal ein Marathon statt. Tausende Laufbegeisterte haben sich dazu eingefunden. Viele Joggingfans fragen sich allerdings angesichts der bevorstehenden Wintersaison, ob sie sich nicht doch ein Laufband als Heimtrainer anschaffen sollten und auf die frische, aber kalte Luft verzichten.
Viele erfolgreiche Marathonläufer, wie zum Beispiel Katrin Dörre, nutzen ein Laufband im Winter, um sich fit zu halten. In der kalten Saison ist es grundsätzlich ratsam, mehr an der Grundlagenausdauer als an der Schnelligkeit zu arbeiten. Die wirklich schnellen Läufe lassen sich im Freien besser absolvieren – oder man verlegt diese auf Wettkämpfe, die im Winter stattfinden.
Vorzüge des Laufbandtrainings
Man ist wetterunabhängig und das Trainieren ist zu jeder Tageszeit möglich, besonders abends im Dunkeln und ohne Stolperfallen machen sich die Vorzüge bemerkbar. Die Gefahr, sich beispielsweise durch Glatteis zu verletzen, ist auf einem Laufband nicht gegeben. Ist das Laufband mit einem veränderbaren Steigungswinkel ausgestattet, kann man auch im Flachland Hügelläufe oder sogar ganze Berganstiege trainieren. Eine konstante Geschwindigkeit sowie gleichmäßig schlagender Puls sind unproblematisch kontrollierbar. Wer sich auf ein Rennen in den Tropen vorbereiten will, kann das Zimmer daheim absichtlich warm aufheizen und sich so an andere Klimaverhältnisse anpassen.
Nachteile des Laufbands
Man benötigt Platz in seinen eigenen vier Wänden. Und auch die Laufart ist ein wenig anders als die auf unebenem Grund im Freien: Der Schritt auf dem Band ist gleichförmiger als in natürlichem Gelände, was die Muskeln teilweise sehr einseitig trainiert. So kann eine gewisse Monotonie schneller eintreten und auch das Naturerlebnis fehlt, denn das Sonnenlicht kann nicht durch künstliches in eben diesem Maße ersetzt werden.
Insgesamt lohnt sich für jeden, der gerne viel trainiert, die Anschaffung eines Laufbandes. Auch stabile Geräte, welche gleichmäßig laufen und auf denen man auch mal sprinten kann, können mittlerweile günstig online erworben werden. Und die Alternative zum Laufband ist der Besuch eines Fitnessstudios – welches auch Kosten verursacht und bei dem man bei Weitem nicht so flexibel sein kann wie in den eigenen vier Wänden.
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